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Kryokonservierung von Vorkernstadien (2 PN- Stadium)
Die Kryokonservierung von 2-PN-Stadien bezeichnet die Methode zum Einfrieren von befruchteten Eizellen bei denen die beiden Vorkerne noch nicht miteinander verschmolzen sind.
Was ist Kryokonservierung von Vorkernstadien?
Kryokonservierung von Vorkernstadien (2-PN-Stadien) bezeichnet das Einfrieren befruchteter Eizellen im Vorkernstadium (2-PN).
Kurzbeschreibung:
- Nach der Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium (z. B. bei IVF oder ICSI) sind zunächst zwei Vorkerne (Pronuclei) sichtbar – einer vom Ei, einer vom Spermium.
- Dieses Entwicklungsstadium (2-PN-Stadium) tritt etwa 18–20 Stunden nach der Befruchtung auf, bevor die Zellkerne verschmelzen (Karyogamie).
- In dieser Phase kann die befruchtete Eizelle durch Kryokonservierung (meist Vitrifikation) eingefroren werden.
- Das Verfahren dient der Fertilitätsbewahrung oder zur späteren Verwendung im Rahmen weiterer Behandlungszyklen.
Warum ist die Kryokonservierung von 2-PN-Stadien wichtig?
Die Kryokonservierung von 2-PN-Stadien ermöglicht eine bessere Planung und dadurch möglicherweise höhere Erfolgsraten bei einer geringeren körperliche Belastung. Es entsteht mehr Kontrolle über den Behandlungsverlauf, da der Zeitpunkt des Transfers optimal gewählt werden kann.
Ablauf der Kryokonservierung von 2-PN-Stadien
Die Kryokonservierung umfasst mehrere Schritte:
Im ersten Schritt werden die Zellen auf das Einfrieren vorbereitet, indem sie in spezielle Schutzlösungen (Kryoprotektiva) überführt werden. Diese entziehen der Zelle kontrolliert Wasser und verhindern so die Bildung schädlicher Eiskristalle.
Anschließend werden die Zellen auf ein spezielles Trägersystem mit minimalem Flüssigkeitsvolumen aufgebracht.
Daraufhin erfolgt das eigentliche Einfrieren: Innerhalb von Sekunden werden die Zellen in flüssigen Stickstoff bei −196 °C überführt. Durch diese extrem schnelle Abkühlung entsteht ein glasartiger Zustand („Vitrifikation“), bei dem keine Eiskristalle gebildet werden.
Die so konservierten Zellen können über einen langen Zeitraum sicher gelagert werden. Bei Bedarf werden sie ebenso schnell wieder erwärmt, die Schutzstoffe vorsichtig entfernt und die Zellen weiter kultiviert. Anschließend können sie für den Embryotransfer verwendet werden.
Vorteile der Kryokonservierung im 2-PN-Stadium
Die Kryokonservierung bietet mehrere Vorteile:
Ein wesentlicher Vorteil ist die sehr hohe Überlebensrate der Zellen nach dem Auftauen. Durch das ultraschnelle Einfrieren entstehen keine schädlichen Eiskristalle, sodass die befruchtete Eizellen ihre Entwicklungsfähigkeit behalten. Dadurch stehen qualitativ hochwertige Zellen auch zu einem späteren Zeitpunkt zuverlässig zur Verfügung.
Zudem ermöglicht die Vitrifikation eine flexiblere Behandlungsplanung. Nicht alle Embryonen müssen in einem Zyklus übertragen werden. Stattdessen können überschüssige, befruchtete Eizellen eingefroren und in späteren Zyklen eingesetzt werden. Das reduziert die Notwendigkeit wiederholter Hormonstimulationen und Eizellentnahmen, was die körperliche und emotionale Belastung deutlich senkt.
Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Möglichkeit, den optimalen Zeitpunkt für den Embryotransfer zu wählen. Der Transfer kann in einen Zyklus gelegt werden, in dem die Gebärmutterschleimhaut besonders gut vorbereitet ist, was die Einnistungschancen erhöhen kann.
Erfolgsaussichten und Risiken
Erfolgsaussichten
Die Vitrifikation erzielt sehr hohe Überlebensraten nach dem Auftauen:
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Bei Eizellen im Vorkernstadium liegen diese häufig bei über 90 %
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Die Schwangerschaftsraten sind vergleichbar mit frischen Transfers, teilweise sogar gleichwertig oder leicht besser (je nach individueller Situation)
Ein wichtiger Vorteil ist, dass der Embryotransfer in einem optimal vorbereiteten Zyklus erfolgen kann. Dadurch kann sich die Einnistungsrate verbessern, da der Körper nicht gleichzeitig unter hormoneller Stimulation steht.
Die tatsächlichen Erfolgschancen hängen jedoch stark von individuellen Faktoren ab:
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Alter der Frau (einer der wichtigsten Einflussfaktoren)
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Qualität der Eizellen und Embryonen
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Ursache des unerfüllten Kinderwunsches
Risiken
DieTrotz der hohen Sicherheit gibt es einige Aspekte, die berücksichtigt werden sollten:
- Die verwendeten Schutzstoffe können die Zellen belasten, insbesondere wenn die Abläufe nicht exakt eingehalten werden. In erfahrenen Laboren, wie dem unseren, ist dieses Risiko jedoch sehr gering..
- Ein kleiner Teil der Zellen übersteht den Prozess nicht oder entwickelt sich anschließend nicht weiter. Dank Vitrifikation ist dieses Risiko jedoch deutlich reduziert im Vergleich zu älteren Methoden.
- Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand gibt es keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen bei Kindern nach Vitrifikation im Vergleich zu natürlich entstandenen Schwangerschaften. Die Datenlage ist insgesamt beruhigend, auch wenn Langzeitstudien weiterhin beobachtet werden.
Fazit
Die Vitrifikation bietet sehr gute Erfolgsaussichten bei gleichzeitig geringem Risiko und ist heute ein zentraler Bestandteil moderner IVF-Behandlungen. Sie ermöglicht flexible Planung und mit vergleichbare oder teilweise besseren Schwangerschaftsraten wie in frischen Behandlungszyklen.