Modernste technische
Verfahren steigern unsere
Erfolgsaussichten

Kryokonservierung von Embryonen

Die Kryokonservierung, auch Vitrifikation genannt, ist eine bewährte Methode der assistierten Reproduktion, um überzählige Embryonen für eine spätere Behandlung aufzubewahren. In Deutschland dürfen Embryonen in der Regel nur unter gesetzlich festgelegten Voraussetzungen eingefroren werden, z. B. mit gültiger Einwilligung und unter Berücksichtigung ethischer Vorgaben. Moderne Methoden wie Vitrifizierung minimieren Schäden beim Einfrieren, und die Lagerung erfolgt in zertifizierten Lagertanks mit regelmäßigen Kontrollen. 

Was ist Kryokonservierung von Embryonen?

Die Kryokonservierung von Embryonen im deutschen Kinderwunschzentrum erfolgt heute fast ausschließlich mit dem schnellen Verfahren der Vitrifikation. Auch unser Zentrum nutzt dieses Verfahren. Dabei werden Embryonen rasch in einer speziellen Gefrierlösung eingefroren, sodass keine Eiskristalle entstehen. Die eingefrorenen Embryonen bleiben in zertifizierten Lagertanks gelagert und werden später bei Bedarf aufgetaut und verwendet.

Warum ist die Kryokonservierung von Embryonen wichtig?

Laut Embryonenschutzgesetz (ESG) dürfen lebensfähige Embryonen in Deutschland nicht verworfen oder zweckentfremdet genutzt werden. Embryonen sind rechts geschützt. Ihr Verbleib, ihre Verwendung und ihre Lagerung unterliegen strengen Vorgaben. Embryonen dürfen demnach nicht willkürlich „entsorgt“ werden. Ihr Verbleib muss dokumentiert und der weiteren Nutzung oder Vernichtung bedarf es gesetzlicher Rahmenbedingungen und Genehmigungen. Sind also in einem Behandlungszyklus unerwartet mehr Embryonen entstanden oder kann ein Transfer aus anderen Gründen nicht stattfinden, können mit Hilfe der Vitrifikation die Embryonen für einen späteren Transfer sicher konserviert und gelagert werden.  

Ablauf der Kryokonservierung von Embryonen

Die Kryokonservierung umfasst mehrere Schritte: 

  1. Vorbereitung der Embryonen: Die Embryonen werden schrittweise durch spezielle Lösungen auf das Einfrieren vorbereitet. Die Zellen nehmen hierbei das Kryoprotektivum auf, das die Bildung von Eiskristallen später verhindert. 
  2. Platzieren der Embryonen: Die Embryonen werden auf speziellen Haltern plaziert, mit deren Hilfe die Embryonen eingefroren und geschlossen gelagert werden können. 
  3. Einfrierprozess: Die Embryonen werden mit flüssigem Stickstoff sehr schnell runtergekühlt und eingefroren.
  4. Lagerung: Die Embryonen verbleiben ohne Schaden zu nehmen, bis zur Verwendung in speziellen, mit flüssigem Stickstoff gefüllten Lagertanks. Die Tanks sind zu jeder Zeit überwacht, sodass die Sicherheit der Zellen gewährleistet ist.

Vorteile der Vitrifikation

Durch das sehr schnelle einfrieren erzielt diese Methode gegenüber anderen Methoden extrem hohe Überlebensraten der Embryonen und gute Schwangerschaftsraten.

Erfolgsaussichten und Risiken

Erfolgsaussichten

Die Erfolgsrate variiert je nach individuellen Faktoren wie Embroyonenqualität, Alter der Frau und Ursache der Unfruchtbarkeit. Im Allgemeinen liegt die Überlebensrate der Embryonen bei annähernd 100 Prozent und die Schwangerschaftsraten sind ähnlich gut wie bei frischen Stimulationszyklen. 

Risiken

Die Kryokonservierung ist ein sehr sicheres Verfahren, aber es besteht immer das Risiko das ein Embryo das Verfahren nicht überlebt und kein Transfer stattfinden kann. 

Fazit

Die Kryokonservierung ermöglicht das sichere Einfrieren und langfristige Lagern von Embryonen, um später individuelle Behandlungen zu ermöglichen. In deutschen IVF-Zentren gelten strenge gesetzliche Vorgaben, Genehmigungen, Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie regelmäßige Kontrollen. Die Kryoprotektiva und definierten Protokolle, die von geschultem Fachpersonal angewendet werden, minimieren Eisbildungsschäden und ermöglichen hohe Überlebensraten. Die Lagerung erfolgt in zertifizierten Lagertanks mit regelmäßiger Pegelüberwachung, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation.

 

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