Modernste technische
Verfahren steigern unsere
Erfolgsaussichten

CultActive
Es handelt sich hierbei um ein spezielles Medium, das Calcium-Ionophor enthält und in besonderen Fällen bei der Kinderwunschbehandlung zum Einsatz kommt.
Was ist CultActive?
CultActive ist ein Medium das Calcium-Ionophor enthält, was bei der Aktivierung von Signalwegen in der Eizelle im Prozess der Befruchtung durch ein Spermium eine Rolle spielt. Nach der Injektion der Eizellen bei der ICSI werden diese in Calcium-Ionophor haltigem Medium inkubiert um die Befruchtungsraten zu verbessern.
Wann kommt CultActive zum Einsatz ?
Kommt es bei einer Kinderwunschbehandlung bei der eine ICSI durchgeführt wurde, trotz vorhandener vitaler Spermien zu einer geringen oder sogar gar keiner Befruchtung, kann durch den Einsatz von CultActive im nächsten Behandlungszyklus eine Verbesserung der Befruchtungsrate im ICSI erzielt werden. Calcium-Ionophor hilft bei der Aktivierung der Eizelle und somit auch beim Prozess der Befruchtung.
Ablauf der Aktivierung mittels CultActive
Nach dem Eindringen eines Spermiums muss in der Eizelle ein Calcium-Anstieg stattfinden – dieser ist entscheidend für den Start der Embryonalentwicklung.
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Bei manchen Patientinnen bleibt diese Aktivierung aus oder ist unzureichend
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Das kann zu fehlender oder geringer Befruchtung führen
Das in CultActive enthaltene Calcium-Ionophor erhöht gezielt die Calciumkonzentration in der Eizelle und löst damit künstlich die notwendige Aktivierung aus.
Dieser Prozess wird auch als assistierte Oozytenaktivierung (AOA) bezeichnet.
Vorteile der Insemination
Verbesserung der Ergebnisse bei vorherigen fehlgeschlagenen Befruchtungen (z. B. nach ICSI). Erhöhung der Befruchtungsrate bei bekannten Aktivierungsstörungen der Eizelle oder bei bestimmten männlichen Faktoren, die ursächlich sind für eine schlechte oder gar keine Befruchtung im ICSI.
Erfolgsaussichten und Risiken
Erfolgsaussichten
Gute Evidenz für verbesserte Befruchtung bei bestimmten Patientengruppen:
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Deutliche Verbesserung der Befruchtungsrate (häufig von sehr niedrig/0 % auf ca. 40–70 %)
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In vielen Fällen überhaupt erst Entwicklung von Embryonen möglich
- Schwangerschaftsraten können sich indirekt verbessern, weil mehr befruchtete Eizellen zur Verfügung stehen
- Wichtig: Der Nutzen ist am größten bei klarer Indikation – nicht als Routineverfahren.
Risiken
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Eingriff in einen natürlichen Prozess
Die künstliche Calcium-Aktivierung umgeht einen physiologischen Schritt.
→ Theoretisch besteht das Risiko, dass nicht optimal entwickelte Eizellen trotzdem aktiviert werden -
Zu starke oder falsch dosierte Aktivierung kann die Zellentwicklung beeinträchtigen
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Deshalb ist eine sehr präzise Laboranwendung entscheidend
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Bisherige Daten sind überwiegend beruhigend
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Es gibt keinen klaren Hinweis auf deutlich erhöhte Fehlbildungsrate
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Fazit
CultActive bzw. die assistierte Oozytenaktivierung kann die Befruchtungsrate deutlich steigern, insbesondere bei vorherigem Befruchtungsversagen oder bekannten Aktivierungsproblemen.
Die Methode gilt als relativ sicher, sollte aber gezielt und individuell eingesetzt werden, da sie in einen sensiblen biologischen Prozess eingreift und der langfristige Nutzen nicht in allen Fällen eindeutig belegt ist.